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Wasserqualität

"Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss."
(Erster Erwägungsgrund der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie)

Die Wasserqualität der beiden Badestellen des Groß-Glienicker-Sees auf der Berliner Seite wird von der EU als "excellent" eingestuft.
23 Berliner Badestellen wurden der EU gemeldet. Bis auf 3 Ausnahmen (Unterhavel Breitehorn = gut /  Unterhavel Grunewaldturm = befriedigend / Unterhavel Kleine Badewiese = mangelhaft) wurden alle Badestellen mit „excellent“ bewertet. Unsere Berliner Seen sind also eine Freude für die Badenden. 
 
Erläuterung:
Die gemeldeten Badestellen werden regelmäßig hinsichtlich der Badegewässerqualität in der Badesaison (15. Mai bis 15. September) eines jeden Jahres im 2 Wochen Rhythmus überwacht. (EU-Richtlinie über die Qualität der Badegewässer, sowie der Berliner Badegewässerverordnung) Zuständigkeit: LAGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales). Der Schwerpunkt bei der Überwachung der Badegewässer liegt aber nicht mehr, wie bisher, auf den 14-tägigen Messungen der Gewässerqualität, sondern die stichprobenartig durchgeführten Messungen dienen der Überprüfung der Übereinstimmung mit den Badegewässerprofilen. Sie werden als längerfristige Qualitätseinstufungen über einen Zeitraum von 4 Jahren ausgewertet (siehe EU-Einstufung).
Der Prozess der Bewertung der Badegewässerqualität (§ 5 Badegewässerverordnung) erfolgt gemäß einer vorgeschriebenen Bewertungsmethode. Bewertet werden 16 Datensätze nach dem Ende der Badesaison für je einen Zeitraum von 4 Jahren.
 
Auf Grundlage der Messdaten aus den Jahren 2008 – 2011 ist die Ersteinstufung des Groß Glienicker Sees (Nord und Süd) als Badegewässer mit „ausgezeichneter Qualität“ erfolgt.
Insgesamt weist der Groß Glienicker See ausgesprochen niedrige Nährstoffgehalte (vor allem Phosphor) auf. Dadurch lässt sich eine deutliche Begrenzung des Algenwuchses erwarten. Dies wird durch regelmäßig hohe Sichttiefen  > 360 cm (d.h. sehr klares Seewasser) deutlich.

Mikrobiologische Untersuchungen
Hierbei wird auf bestimmte Keime (sogenannte Indikatorkeime) untersucht. Es handelt sich dabei um:
E.coli (Escherichia coli). Dies sind Bakterien, die im Darm von allen Menschen und Säugetieren vorkommen und hier in der Regel harmlos sind. Außerhalb des menschlichen Körpers vermehren sich diese Keime kaum. Deshalb sind sie ein brauchbarer Anzeiger für fäkale Verunreinigungen. Dies bedeutet, dass ab Überschreiten des Grenzwertes für E.coli zu vermuten ist, dass auch andere Darmkeime, z.B. bestimmte Krankheitserreger, im Wasser vorhanden sind.
Intestinale Enterokokken. Dies sind Bakterien, die ähnlich wie E.coli im Darm von Mensch und Tier leben. Sie sind deshalb ebenfalls ein brauchbarer Anzeiger für fäkale Verunreinigungen.
Coliforme Bakterien. Diese Bakterien, die sowohl im Darm als auch in der Natur vorkommen, können sich im Gegensatz zu den E.coli im Wasser vermehren, wenn sie genügend Nahrungsstoffe vorfinden. Ähnlich wie die E.coli sind auch die coliformen Bakterien nicht zwingend Krankheitserreger.
Über die regelmäßige mikrobiologische Überwachung der Badegewässer hinaus (E.coli und Intestinale Enterokokken) können aus gegebenem Anlass, z.B. bei einer vermuteten Abwassereinleitung weitere mikrobiologische Untersuchungen, z.B. auf Salmonellen (Durchfallerreger), sinnvoll sein.
Werte Groß-Glienicker-See:
E.coli (Escherichia coli).   < 15         (ausgezeichnete Qual. 500)
Intestinale Enterokokken < 15        (ausgezeichnete Qual. 200)
 
Hier finden Sie das Badegewässerprofil des Groß-Glienicker-Sees:
http://www.berlin.de/badegewaesser/badegewaesserprofil/glienickersee-sue...
 
Wenn Sie sich für die Werte anderer Berliner-, deutscher oder EU- Badestellen interessieren – unter folgendem Link finden Sie die gewünschten Angaben:
http://www.eea.europa.eu/themes/water/status-and-monitoring/state-of-bat...
 
Angaben aus der LAGeSo-Homepage / European Environment Agency /Hauptstadtportal.

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