Kopfmenue

Streuwiesen

" Die typische Seeufer-Wiese ist - bei genauerem Hinsehen- im Frühling und im Frühsommer mit Blumen übersät. Besonders erstaunlich an dieser nahezu paradisischen Formen - und Farbenvielfalt ist, daß sie im Grunde von Menschenhand geschaffen wurde. Schon seit Jahrhunderten wird dieses Grünland gemäht. .... Im Falle der Streuwiesen brachte der Eingriff des Menschen also etwas positives hervor - was selten geschieht.

Durch die regelmäßige Mahd am Gewässersaum bildet sich eine artenreiche Vegetation heraus, die sowohl Land - als auch Sumpfanteile enthält und dadurch einen besonderen, allerdings zerbrechlichen Reiz besitzt. ... Wenn die Streuwiese jedoch nicht regelmäßig einmal im Jahr gemäht wird, was der Mensch aus wirtschaftlichen Gründen seltener nötig hat, verbuscht sie sehr schnell. Sie überzieht sich mit Erlen - und Weidengebüsch und auch der Faulbaum macht sich rasch breit. Dadurch verliert sie rasch ihren eigentlichen Charakter. Beschleunigt wird dieser Vorgang durch den Regen, der unter anderem auch Nährstoffe mit sich bringt und damit das ehemals nährstoffarme Land düngt." 
Quelle: Zintz/Steinberg/Waiditschka "Naturparadies See" Formen, Geschichte, Tiere und Pflanzen-  Naturbuch Verlag

 

Durch gezielte und fachlich angeleitete Uferpflege und Hege wäre und ist es uns Seeanliegern möglich, positiv auf die Vielfalt am Seeufersaum einzuwirken. Dieser Möglichkeit haben wir mit unserer Forderung nach einen gemeisamen Seekonzept immer wieder versucht, Nachdruck zu verleihen. Leider bestand hier von Seiten des Bezirksamts und der Parteien bisher kein Interesse.

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