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Spandauer Volksblatt vom 13.5.2013 - GAL sieht in Abrissverfügung für die Steganlagen jedoch geltendes Recht

Schade, dass das Spandauer Volksblatt -Herr Uhde- die Informationen zu diesem Artikel nur zum großen Teil ungeprüft vom Infoblatt der GAL übernommen und nicht auch unsere Stellungnahme dazu gelesen hat.

Unsere Presseerklärung, die auch dem Spandauer Volksblatt zugegangen ist, benennt Tatsachen, die diese Berichterstattung Lügen strafen, aber leider nicht beachtet wurden.

Im Beschluss ist nicht die Rede davon, dass unmittelbar an den Schilfgürtel angrenzend ein Wanderweg entstehen soll.
Vielmehr soll dafür gesorgt werden, dass am Groß-Glienicker See ein Uferstreifen mit einer Breite von 15 m von jeglicher Nutzung freigehalten wird.

Dies würde bedeuten, dass zukünftig auch das Baden an den Badestellen untersagt wird!

Weiter wird das Areal am Schilfgürtel nicht nur privat genutzt, es ist Privateigentum. Es gibt in Deutschland bisher kein geltendes Recht, einen öffentlichen Weg durch Privateigentum zu führen; dieses Recht will sich der Bezirk anscheinend in vielen teuren und langen Gerichtsverfahren erst erstreiten.

Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung wissen, dass unsere Stege Teile eines Siedlungskonzeptes der 1930er Jahren waren, dass die erste Steggenehmigung bereits 1929 erteilt wurde und auch für die folgenden Anlagen damals Genehmigungen erteilt wurden. Ob unsere Stege den geltenden Gesetzen entsprechen, werden erst die Gerichte in den nächsten Jahren klären müssen.

Spandau hat sich verpflichtet, die Wasserqualität zu verbessern und das ist auch gut so. Wir Anwohner haben seit langem und immer wieder dem Bezirksamt und den Parteien angeboten, uns aktiv an der Uferpflege zu beteiligen und ein entsprechendes Konzept gemeinsam mit den Seeanliegern zu erarbeiten. Dieses für das Bezirksamt noch dazu kostenneutrale Angebot wird fortlaufend ignoriert. Warum nur? Stattdessen wird ein öffentlicher Uferwanderweg geplant, der dem jetzt bestehenden, naturnahen Uferbereich großen Schaden zufügen würde und bestimmt kein Beitrag dazu ist, die Wasserqualität des Sees zu verbessern.

Eine Nutzungsbeschränkung öffentlicher Flächen ist selbstverständlich keine Enteignung, aber der geplante Uferwanderweg über unseren Grund und Boden ist sehr wohl eine Enteignung! Im Gegensatz zu Groß Glienicke gab es hier niemals einen öffentlichen Wanderweg (Ausnahme Halbinsel).

Interessant ist, dass immer wieder ignoriert wird, dass es rechtskräftige, gültige Pachtverträge mit dem Land Berlin gibt und wir für die Nutzung der öffentlichen Fläche Pacht bezahlen.

Ein Gespräch mit uns, das das Volksblatt Spandau bisher nicht mit uns geführt hat, hätte hier Fakten geliefert und mehr Klarheit für den Leser gebracht.

Bürgerinitiative-Pross-Groß –Glienicker-See e.V.

Der Artikel aus dem Spandauer Volksblatt:

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Mit nachfolgendem Brief  haben wir Herrn Uhde informiert und ihm ein Gesprächsangebot gemacht.

Sehr geehrter Herr Uhde,

mit Interesse haben wir Ihren Artikel im Spandauer Volksblatt gelesen, waren aber sehr enttäuscht über den Inhalt.
Haben Sie unsere Presseerklärung nicht erhalten? Und haben Sie sich noch nicht auf unserer Homepage umgesehen?
Dort hätten Sie viele interessante Fakten nachlesen können.

Ihrer bisherigen Berichterstattung nach sind Sie ein Anhänger der Uferwanderwegideologie.
Nur, lässt sich dieser Wanderweg – wie angepriesen- überhaupt nicht umsetzen.

Zum einen gibt der Bebauungsplan der Halbinsel bereits vor, dass dort kein Wanderweg entlang führen kann.
Übrigens dies mangels Bedarf!

Zum  anderen -  wenn man die Schließung der Badestellen tatsächlich als solche  verhindern  möchte – ist eine Wegführung wie gerne dargestellt, immer am Ufer entlang, gar nicht möglich ist und wird auch nie möglich sein.

Übrig bleibt nur noch ein kleiner Teil besiedelten Gebietes, der nicht mal zusammenhängt.
Es geht hier also nur darum uns etwas wegzunehmen und nicht darum der Öffentlichkeit etwas zu geben.
Und ist das im Interesse der Öffentlichkeit? Enteignung?

Warum wurde unserer Forderung nach einem für alle Seiten verträglichen Seeuferkonzept nie nachgegangen?
Weil der Naturschutz hier nur vorgeschoben wird und nicht das – wie von den Grünen vorgegeben –  Ziel ist.
Haben Sie sich mal das zertrampelte Ufer auf der gegenüberliegenden Seeseite angesehen? Soviel zum Uferschutz!

Wir sind gerne bereit persönlich mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, hören Sie auch mal unsere Argumente.

Mit freundlichen Grüßen
Bürgerinitiative-Pro-Groß-Glienicker-See e.V.
www.pro-gross-glienicker-see.de

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Anmerkung von uns: Hier der Pressekodex:

 

 

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